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    Vorreiter beim digitalen Lernen

     

    Johannesbad Medfachschule im Bundestag: Schulleiterin Katrin Clausnitzer und
    Dozent der Johannesbad Akademie Robin Bauer diskutieren über DigitalPakt

    - Johannesbad Medfachschule setzt innovative Lernformen bereits vor
    DigitalPakt ein.
    - Gespräch mit Bundestagsabgeordneten der FDP.


    BERLIN/BAD ELSTER. Wie lernen angehende Physio- und Ergotherapeuten in der
    Johannesbad Medfachschule? Katrin Clausnitzer und Robin Bauer informierten am
    Montag (9. Dezember) Wieland Schinnenburg, Bundestagsabgeordneter der FDP, im
    Bundestag. Die Schulleiterin der Johannesbad Medfachschule und der Mitbegründer der
    Anatomie-Lernplattform stellten dem Politiker die digitale Lernplattform an der
    Johannesbad Medfachschule vor. Damit ist die Einrichtung Vorreiter beim E-Learning.
    Die Förderung von Digitalisierung an Schulen sei längst überfällig, fordert Wieland
    Schinnenburg und fügt an: „Im internationalen Vergleich ist Deutschland weit
    abgeschlagen.“ Umso mehr begrüße er, dass die Auszubildenden der Johannesbad
    Medfachschule durch die E-Learning-Plattform ort- und zeitunabhängig lernen können.


    Mobile Weiterbildung

    Schon bevor der DigitalPakt im Mai dieses Jahres gestartet ist, stellte die Johannesbad
    Medfachschule in Bad Elster ihren Schülern die Anatomie-Lernplattform bereit. „Unsere
    Dozenten setzen das Portal im Unterricht ein, die multimedialen Inhalte entsprechen
    dem Lehrplan“, sagt Schulleiterin Katrin Clausnitzer, „im Moment finden sie dort alles,
    was sie für den Unterricht und die Prüfungen im Fach Anatomie brauchen.“ Robin Bauer
    weiß, wie viel Lernstoff die Auszubildenden aufnehmen müssen, er ist Absolvent der
    Johannesbad Medfachschule. Heute praktiziert er als Physiotherapeut und unterrichtet
    in Bad Elster. Zusammen mit Sandro Wolfram hat er 2018 das Start-up-Unternehmen
    BWS Education UG gegründet und die digitale Lernplattform Anatomie entwickelt. „Es
    kommen jeden Tag neue Inhalte dazu“, erklärt Robin Bauer, „unsere Plattform will das
    klassische Lernen mit Büchern und Notizen nicht ersetzen, sondern zeitgemäß
    ergänzen.“ So können Schüler unabhängig von Zeit und Ort jederzeit mobil lernen.

     

    Mit gutem Beispiel voran

    Bis Ende 2024 können Schulen Förderungen für Digitalisierung vom Bund beantragen.
    Zunächst soll die Infrastruktur geschaffen werden, um digitales Lernen zu ermöglichen.
    Dazu gehören ein schneller Internetanschluss, Computer, Whiteboards und andere
    technische Geräte. Erst wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, folgt die Förderung
    von Software – zu der auch die E-Learning-Plattform gehört. Von den vom Bund
    bereitgestellten Fördergeldern in Höhe von fünf Milliarden Euro ist erst ein sehr geringer
    Bruchteil in Anspruch genommen worden, erklärt Wieland Schinnenburg. „Wir bewerben
    uns um eine Förderung, wollten aber mit der Umsetzung nicht darauf warten“, sagt
    Katrin Clausnitzer und freut sich mit rund 300 Schülern. „Unsere Azubis lernen seit
    Oktober 2018 digital und die vielen Klicks zeigen, dass sie die Lernplattform gut
    annehmen.“ Die Schulleiterin beabsichtigt, medizinische Berufsfachschulen zu
    inspirieren, auch ihren Schülern und Studenten digitales Lernen zu ermöglichen: „So ist
    individuelleres und flexibleres Lernen möglich.“

     

    Die Johannesbad Medfachschule gehört zur Johannesbad Gruppe, einem der zehn
    größten Gesundheitsdienstleister in Deutschland mit neun Fach- und Rehakliniken sowie
    sieben Hotels und vier medizinischen Fachschulen. Gerade die Fortbildung der rund
    2.000 Mitarbeiter der Gruppe steht im Fokus.


    Der Bundestagsabgeordnete Wieland Schinnenburg (FDP, von links nach rechts) diskutierte im
    Bundestag mit Katrin Clausnitzer (Schulleiterin der Johannesbad Medfachschule) und Robin
    Bauer (Dozent der Johannesbad Akademie) über digitales Lernen. Foto: Johannesbad